ZRE & MVR & BKW: Verhandlungsergebnis in der 4. Runde

Nach erneut intensiven Verhandlungen haben wir in der 4. Verhandlungsrunde ein Verhandlungsergebnis erreicht. Damit liegt jetzt ein Paket auf dem Tisch, das spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten bringt.

Vorgesehen ist eine Anhebung der Tabellenvergütungen um 3,9 Prozent ab dem 1. Januar 2026. Die Ausbildungsvergütungen sollen zum selben Zeitpunkt um 100 Euro steigen. Hinzu kommt eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro, für Auszubildende 500 Euro, mit der nächstmöglichen Vergütungsabrechnung.

Außerdem wurde ein zusätzlicher Urlaubstag vereinbart, und zwar dauerhaft. Seine Wertigkeit liegt bei 0,4 Prozent Tabellenvergütung. Ebenfalls Teil des Verhandlungsergebnisses ist die Fortführung der Übernahmezusage nach der Ausbildung.

Im Zusammenhang mit dem erfolgten Warnstreik wurde zudem ein tarifvertragliches Maßregelungsverbot vereinbart. Das bedeutet: Niemand darf wegen der Teilnahme am Streik schlechtergestellt werden, etwa bei der Berechnung des Durchschnittsverdienstes.

Die Gesamtlaufzeit des Pakets beträgt 18 Monate und reicht bis zum 30. Juni 2027.

Was hat der Warnstreik gebracht?

Der Warnstreik hat ganz konkret etwas bewegt: einen zusätzlichen dauerhaften Urlaubstag, eine kürzere Laufzeit, mehr Prozente und 1.000 Euro Einmalzahlung. Darüber hinaus hat er den Verhandlungen in einer schwierigen Phase einen starken Schub gegeben.

Das erzielte Ergebnis liegt am oberen Ende der derzeit erreichten Abschlüsse in der Ver- und Entsorgungswirtschaft. Die Laufzeit eröffnet uns bereits im kommenden Jahr neue Reaktionsmöglichkeiten.

Zugleich hat der Warnstreik die gewerkschaftliche Stärke und den Zusammenhalt in den Anlagen deutlich gestärkt. Das ist ein wichtiges Signal, gerade mit Blick auf die anstehenden Tarifverhandlungen zur Modernisierung des Rahmentarifvertrags.

Wie geht es weiter?

Zur Diskussion des Verhandlungsergebnisses finden wie üblich Mitgliederversammlungen statt. Diese sind für den 22. April 2026 an den Standorten Borsigstraße und Rugenberger Damm vorgesehen. Eine Einladung, auch für Bützberg, folgt.

Über das Verhandlungsergebnis entscheidet die Tarifkommission am 27. April 2026. Die beidseitige Erklärungsfrist zur Abstimmung in den Gremien läuft bis zum 7. Mai 2026.