TG Energie: Ist das Euer Ernst?
Die Aktionen und Aktivitäten in den Betrieben zeigen Wirkung: Vielen Dank für eure Unterstützung vor Ort. Sie waren ein wichtiger Rückenwind für die Verhandlungskommission und wurden von der Arbeitgeberseite aufmerksam registriert.
Umso ernüchternder ist das Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde am 26. Januar 2026 in Essen. Trotz intensiver Gespräche über den gesamten Verhandlungstag hinweg hat es keine Annäherung an unsere Kernforderung gegeben. Ein verbessertes Angebot wurde von den Arbeitgebern nicht vorgelegt.
Aktueller Stand: Angebot aus der ersten Runde bleibt bestehen
Damit gilt weiterhin ausschließlich das Angebot aus der ersten Verhandlungsrunde:
- 2,7 % Entgelterhöhung ab 01.02.2026 bei einer Laufzeit von 20 Monaten
- 1,8 % Entgelterhöhung ab 01.10.2027 für weitere 9 Monate
Aus unserer Sicht bedeutet dieses Angebot einen Reallohnverlust für die Beschäftigten. Es wird weder der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen gerecht noch der Leistung der Kolleg*innen. Wertschätzung sieht anders aus.
Unsere Forderungen und Erwartungen bleiben unverändert
Die am 3. Dezember 2025 beschlossenen Forderungen und Erwartungen gelten weiterhin:
- 7 % lineare Entgelterhöhung ab dem 01.02.2026 für Beschäftigte, Auszubildende und dual Studierende
- Laufzeit des Tarifvertrags: 12 Monate
Positive Signale bei der Ausbildung – aber ohne Gesamteinigung nicht belastbar
Erste konstruktive Signale gab es zum Thema Zukunftsperspektiven für Auszubildende und dual Studierende. Diese stehen jedoch ausdrücklich unter dem Vorbehalt einer Gesamteinigung im Tarifbereich.
Die Tarifverhandlungen für die TG Energie (E.ON, TenneT), die TG Integration sowie für Edis und EnviaM werden am 2. Februar 2026 in Düsseldorf fortgesetzt.
Jetzt weiter Druck machen – sichtbar und gemeinsam
Jetzt kommt es darauf an, vor Ort noch mehr Druck aufzubauen und den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Nutzt die Kampagnenzentrale und zeigt Gesicht für unsere gemeinsamen Ziele.
Während der Friedenspflicht bis Ende Januar sind Aktivitäten im Betrieb weiterhin möglich – etwa vor Arbeitsbeginn, nach Arbeitsende oder in den Pausen. Jede sichtbare Unterstützung stärkt unsere Position in den kommenden Verhandlungen.