TG ENBW: 2. Verhandlungsrunde

Über 100 Vertrauensleute setzen ein klares Zeichen in Stuttgart

Am 26. Februar 2026 ist die zweite Verhandlungsrunde bei Private Energie BW gestartet – und ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Signal der Beschäftigten war jedoch unübersehbar: Über 100 ver.di-Vertrauensleute versammelten sich vor Beginn der Tarifverhandlung in Stuttgart, um die Tarifkommission sichtbar zu unterstützen.

Die große Beteiligung hinterließ Wirkung. Der Verhandlungsbeginn verzögerte sich um mehr als eine halbe Stunde. Unsere handlungsbereiten Kolleginnen und Kollegen haben deutlich gemacht: Die Belegschaft steht hinter ihren Forderungen.

Arbeitgeber beharrt auf „schwieriger finanzieller Lage“

Zu Beginn der Gespräche stellte die Arbeitgeberseite erneut die aus ihrer Sicht angespannte finanzielle Situation dar. Gleichzeitig wurde ver.di aufgefordert, von der bestehenden Forderung abzuweichen – noch bevor überhaupt ein Angebot vorgelegt werden sollte.

Für die Tarifkommission war klar: Eine Vorleistung ohne konkretes Angebot kommt nicht in Frage. Diese Erwartung wurde kategorisch zurückgewiesen.

Das Angebot der Arbeitgeberseite

Nach einer Unterbrechung legte der Arbeitgeber schließlich folgendes Angebot vor:

  • Laufzeit: 28 Monate in zwei Stufen

  • 1.300 Euro Einmalzahlung für 12 Monate ab 1. Februar 2026

  • 1,6 % Tabellensteigerung für 16 Monate ab 1. Februar 2027

Für uns nicht verhandlungsfähig

Dieses Angebot ist für ver.di in der vorliegenden Form nicht verhandlungsfähig – insbesondere nicht ohne Rückkopplung mit der Mitgliedschaft.

Die zweite Runde endet damit ernüchternd und ohne Annäherung. Klar ist: Jetzt kommt es auf den weiteren Austausch und die gemeinsame Einschätzung an.

Über die nächsten Schritte und mögliche Aktionen werden wir mit euch sprechen.

Gemeinsam entscheiden wir, wie es weitergeht.