Mark-E / Enervie vernetzt: Schlechtester Abschluss der Branche?

Mit klaren Forderungen sind wir am MIttwoch (4. Februar) erneut in die Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeber gegangen. Ziel ist ein Abschluss, der die Leistungen der Beschäftigten anerkennt und der wirtschaftlichen Lage des Betriebs gerecht wird.

Unsere Forderungen

  • 6,5 % lineare Entgelterhöhung für 12 Monate

  • 100 € mehr Ausbildungsvergütung für 12 Monate

  • Erhöhung der variablen Vergütung

Diese Forderungen spiegeln die Erwartungen der Beschäftigten wider – und sind angesichts der Abschlüsse in vergleichbaren Betrieben und Branchen angemessen.

Erstes Arbeitgeberangebot: unzureichend

Zu Beginn der Verhandlungen legte der Arbeitgeber ein leicht verbessertes Angebot vor:

  • 2,7 % für 12 Monate bis 31.12.2026

  • 2,0 % für 12 Monate bis 31.12.2027
    (jeweils 1,4 % in Anlage 1)

  • eine leicht verbesserte Umwandlung der I- in eine U-Komponente

Schnell war klar: Dieses Angebot reicht nicht aus.

Finaler Vorschlag des Arbeitgebers

Nach einer Pause folgte der abschließende Vorschlag des Verhandlungstages:

  • 2,9 % für 14 Monate, davon 1,5 % in Anlage 1 (bis 28.02.2027)

  • 2,4 % für 10 Monate, davon 1,5 % in Anlage 1 (bis 31.12.2027)

In der Summe bedeutet dies lediglich eine Umrechnung der U-Komponente in eine lineare Erhöhung. Ein einfaches Verschieben von Summen ist jedoch kein Dank für geleistete Arbeit. Ohne Not und ohne nachvollziehbare Begründung wird hier ein unzureichendes Angebot als Lösung präsentiert.

Keine Verbesserung für Auszubildende

Für die Auszubildenden sieht das Angebot keine echte Verbesserung vor:

  • 3,0 % bis 31.12.2026

  • 2,5 % bis 31.12.2027

  • Umwandlung des Urlaubsgeldes in die monatliche Vergütung
    (monatlich 58 € mehr)

Auch dieses Angebot bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück.

ver.di lehnt beide Angebote ab

Beide Arbeitgeberangebote konnten wir nur ablehnen. Ein Abschluss in dieser Höhe wäre der schlechteste der Branche. Alle Abschlüsse in umliegenden Betrieben und vergleichbaren Branchen liegen über dem vorliegenden Angebot.

Ein solcher Abschluss würde weder der wirtschaftlichen Situation des Betriebs noch der Leistung der Beschäftigten gerecht werden.

Wie kann eine ganze Branche besser abschließen?

Hier fehlt der letzte Schritt über die Zielgerade seitens des Arbeitgebers. Die angekündigte Wertschätzung bleibt aus.

Um dennoch im Gespräch zu bleiben und zu einem Ergebnis zu kommen, wurde eine vierte Verhandlungsrunde am 11.02. vereinbart.

Jetzt bist du gefragt

Deine Forderungen.
Dein Engagement.
Dein Ergebnis.

Gemeinsam setzen wir uns für einen fairen und wertschätzenden Tarifabschluss ein.