TG Bayern: Inflation frisst Lohnerhöhung

Erstes Angebot der Arbeitgeberseite unverhandelbar, zweiter Verhandlungstermin am Montag, den 25. Oktober 2021.

Das erste Angebot mussten wir als in Struktur und Höhe nicht verhandelbar zurückweisen. (Bild: Monstera, pexels.com)

Am 21. September 2021 fand der Verhandlungsauftakt zur diesjährigen Entgeltrunde in der TG Bayern statt, hier ein Überblick zur ersten Verhandlungsrunde.

Für ver.di nahm die Verhandlungskommission teil, bestehend aus Sabine Oelkrug, Matthias Löchle, Frank Heller, Jürgen Gutmann, Florian Böhme und Martin Marcinek.

Zu Beginn der Verhandlungen haben wir unsere Forderungen vorgetragen und begründet:

  • Erhöhung der Tabellenvergütungen um 5,7 Prozent ab dem 01. August 2021
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 120 Euro ab dem 01. August 2021
  • zwölf Monate Laufzeit 

Darüber hinaus erwarten wir die Vereinbarung einer Exklusivleistung für ver.di-Mitglieder inklusive der Auszubildenden.
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In den stark steigenden Inflationsraten und den Leistungen aller Beschäftigten in der Pandemiezeit sehen wir gute Gründe für deutliche Vergütungserhöhungen. Bei den Auszubildenden muss fehlenden Bewerbungen durch Anschluss an die Vergütungen in der Branche entgegengewirkt werden. ver.di-Mitglieder haben eine exklusive Mitgliederleistung verdient. Sie sorgen dafür, dass es überhaupt Tarifverträge gibt!

Die Arbeitgeberseite stellte die Inflationsraten als eher technischen Vorgang und von vorrübergehender Natur dar. Den Beschäftigten sei man für die Leistungen während der Pandemie dankbar.

Die Arbeitgeber haben folgendes Angebot gemacht:

  • Einmalzahlung von 500 Euro für Arbeitnehmer*innen bzw. 200 Euro für Auszubildende für August bis Dezember 2021
  • 1,5 Prozent mehr Tabellen- und Ausbildungsvergütung vom 01. Januar 2022 bis 31. März 2023
  • weitere 1,2 Prozent mehr Tabellen- und Ausbildungsvergütung vom 01. April 2023 bis 31. März 2024
  • Ablehnung einer Mitgliedervorteilsregelung
  • 32 Monate Laufzeit 

Dieses Angebot hat ver.di als in Struktur und Höhe nicht verhandelbar zurückgewiesen, weil es für die kommenden Jahre einen massiven Reallohnverlust bedeuten würde. Für Auszubildende wären es durchschnittlich nur rund zehn Euro mehr pro Erhöhungsschritt. Die Einmalzahlung wäre nicht tabellenwirksam und würden wegen der hohen Inflation schnell verpuffen.

Die Verhandlungen wurden auf Bitten der Arbeitgeberseite auf die nächste Runde am 25. Oktober 2021 vertagt.

Diese Tarifinfo gibt es auch hier als PDF, gerne zum Weiterverteilen in eurem Betrieb:
ver.di-Tarifinfo TG Bayern | Erstes Arbeitgeberangebot = Inflation frisst Lohnerhöhung (23.09.2021)

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