Nach einem intensiven Verhandlungstag haben ver.di und die IGBCE einem Tarifabschluss für die Uniper-Tarifgruppen zugestimmt. Die Entgelte steigen zum 1.11.2025 um 2,9 % und zum 1.1.2027 um 2,2 %, ergänzt durch einen neuen jährlichen Bonus für 2025–2027 sowie eine erhöhte Mitgliedervorteilsregelung von 600 €/150 €. Die Gesamtlaufzeit endet am 30.09.2027; die Erklärungsfrist läuft bis zum 17.12.2025.
In der zweiten Verhandlungsrunde am 19.11.2025 legte RWE ein Angebot mit zwei Leermonaten plus 600 € Einmalzahlung sowie 3,2 % für 14 Monate und 2,3 % für weitere zehn Monate vor – trotz 1,3 Mrd. € Nettogewinn. Die gemeinsame Tarifkommission stellte am 20.11. einstimmig fest: Dieses Angebot muss deutlich verbessert werden.
Bis zum dritten Termin am 28.11. machen wir in den Betrieben klar, dass unsere Forderung von 7 % auf 12 Monate berechtigt ist. Dann hat der Arbeitgeber die letzte Chance, ein Ergebnis ohne Arbeitskampf zu erzielen.
Gemeinsam, entschlossen und laut zeigen wir: Wir lassen uns nicht abspeisen. Für faire Löhne!
Die erste Tarifrunde bei RWE sorgt für Kopfschütteln: Das Vorstandsangebot liegt unter der Inflationsrate – ein klarer Reallohnverlust. Dabei meldet der Konzern selbst 12 Prozent Wachstum pro Jahr. Aktionäre profitieren, die Beschäftigten sollen sich mit deutlich weniger zufriedengeben?
Ver.di und IG BCE bleiben bei ihrer Forderung von 7 % für 12 Monate. Das aktuelle Angebot ist aus Sicht der Tarifkommission „nicht nachvollziehbar“ und sendet ein schwaches Signal an die Belegschaft.
Ohne ein verbessertes Angebot zeigt der Vorstand wenig Gestaltungswillen. So geht man nicht mit den Menschen um, die den Betrieb tragen.
Weiterverhandelt wird am 19. November. Bis dahin gilt: Druck machen für ein faires Angebot!
Gemeinsam stark – für gute Tarifbedingungen und gerechte Bezahlung.
In der Tarifrunde am 11.11.2025 hat die Arbeitgeberseite ihre Angebote zweimal nachgebessert. Zuletzt lag vor:
2,4 % ab 01.11.2025 und 2,0 % ab 01.01.2027
Laufzeit bis 31.10.2027 (24 Monate)
Die Arbeitgeber verweisen vor allem auf Risiken für die zukünftige Unternehmensentwicklung. Diese Einschätzung wird ernst genommen – dennoch bewerten die Tarifkommissionen von ver.di und IGBCE das Angebot als nicht ausreichend. Unternehmen tragen Verantwortung für ihre Entwicklung und für faire Arbeitsbedingungen. Die Leistungen der Beschäftigten müssen sich auch in dieser Tarifrunde widerspiegeln.
Für ein Ergebnis in der dritten Verhandlung braucht es nun kreative Ansätze. Beide Gewerkschaften fordern die Arbeitgeber auf, ohne Denkverbote in die Gespräche zu gehen. Ver.di und IGBCE sind bereit, konstruktive Lösungen zu finden – dafür braucht es aber auch klare Bewegung auf Arbeitgeberseite. Neben der materiellen Verbesserung stehen Erhöhungsstruktur und Laufzeit weiter zur Diskussion.
Tarif aktiv vor Ort In den nächsten Tagen sind die Mitglieder der Tarifkommission in den Betrieben des Uniper-Konzerns unterwegs und ansprechbar. Wir brauchen eure sichtbare Unterstützung.
Unsere Forderung bleibt: Anerkennung für die starke Arbeit der Kolleginnen und Kollegen.
STARK MIT DIR: Je mehr Beschäftigte ver.di-Mitglied sind, desto größer unsere gemeinsame Durchsetzungskraft.